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Wer fragt schon die Kinder?

Die Frage des Titels soll für einen kurzen Augenblick Nachdenklichkeit, Ratlosigkeit, Resignation, gar Zorn anklingen lassen, da wir ja alle die Antwort schon kennen: „Niemand fragt die Kinder.“ Kinder sind genehm, wenn sie mit Blumensträußen in den Händen auf den Armen von Diktatoren gehalten werden, oder in den Medien nach furchtbarsten kriegerischen Ereignissen berichtet wird, wie viele Kinder getötet wurden. Zwischen diesen Positionen haben sie in schlimmen Zeiten nur zu funktionieren.

978-3-7308-1142-9 , , Erscheinungsdatum: 2015Auflage: 1Ausführung: 260 Seiten, s/w Abbildungen, broschiert
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Der Autor hat wie unsäglich viele seiner Generation in diesem Spannungsfeld seine Kinder- und Jugendjahre verbringen müssen. Sein Weg aus dem äußersten Südosten – Schlesien – in den äußersten Nordwesten – Ostfriesland – zwischen allen jeweils stattfindenden kriegerischen und politischen Ereignissen kann für alle betroffenen Kinder in dieser Zeit stehen. Viel traurige, aber auch doch heitere Zeit musste vergehen, um endlich anzukommen. Als Zeitzeuge will er über seine Erinnerung bewahren, was sonst nirgendwo aufgeschrieben worden ist.
Betroffen merken wir, dass die Wehrlosigkeit der Kinder, die oft mit traurigen Augen in Fernsehkameras blicken, auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts kein Ende findet.

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