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„… und das ist immer Delmenhorst…“

Geschichte einer nordwestdeutschen Stadt. Von der Burg Delmenhorst bis zur Dänischen Herrschaft Band 1 (1259-1773)
978-3-89995-793-8 Erscheinungsdatum: 2012Auflage: 1Ausführung: 360 Seiten, 214 farbige und 518 s/w Abb., gebunden
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Im Jahre 2005 veröffentlichte die etablierte Berliner Popgruppe „Element of Crime“ eine sehr erfolgreiche CD mit dem Titel „Mittelpunkt der Welt“ – dem darin präsentierten wichtigsten Stück „Delmenhorst“ kommt deshalb gleichsam symbolische Bedeutung zu: der aus Bremen stammende Songschreiber, Leadsänger und Buchautor Sven Regener, dessen Oma früher in Delmenhorst lebte, übernimmt hier die Rolle eines Mannes, der alles hinter sich gelassen hat; er ist anscheinend angekommen im schönen städtischen Nichts, die Zeit ist vergangen, aber die Erinnerung an eine „Heimat“ und eine „Liebe“ ist immer noch für eine passende Liedzeile gut, wobei Delmenhorst jenes Utopia darstellt, „an dem jede innere oder äußere Flucht in Deutschland unzweifelhaft endet“: „Ich bin jetzt immer da, wo du nicht bist,
Und das ist immer Delmenhorst.
Es ist schön, wenn’s nicht mehr wehtut.
Und wo zu sein, wo du nie warst.
Hinter Huchting ist ein Graben,
Der ist weder breit noch tief.
Und dann kommt gleich Getränke-Hoffmann,
Sag Bescheid, wenn du mich liebst.“ Auch die „alte“ nordwestdeutsche Stadt Delmenhorst, die im Zusammenhang mit der Burg Delmenhorst im 13. Jahrhundert entstand und immerhin schon im Jahre 1371 ihre Stadtprivilegien erhielt, hat im Laufe der vergangenen Jahrhunderte einiges hinter sich gelassen – nicht immer freiwillig und aus Einsicht in das Notwendige, sondern oftmals unter Zwang oder den obwaltenden Verhältnissen geschuldet. Dies bezieht sich sowohl auf die „historische“ Stadt, als auch auf das „moderne“ Delmenhorst. Äußerst nachhaltig im negativen Sinne war beispielsweise und insbesondere die mähliche Schleifung der früheren Burg Delmenhorst im Verlauf des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht dabei der Aufstieg und Fall der bedeutendsten Industriestadt im Großherzogtum Oldenburg im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis zur anhaltenden Strukturkrise in Niedersachsen in den 1970er Jahren. Ein Ziel dieser neuen, dreibändigen (von 2012–2013) Buchveröffentlichung ist es also, mit den Methoden und Möglichkeiten der Landes- und Regionalgeschichte, der historischen Sozialwissenschaften sowie der modernen urbanistischen Stadtforschung eine erstmals zusammenfassende und ausführliche, reichbebilderte Geschichte dieser in vielfältiger Beziehung beispielhaften nordwestdeutschen Stadt darzustellen: „Und das ist immer Delmenhorst…“

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